Vor 7 Jahren, am 25. Mai 2000, ermordeten Nazis den Sozialhilfeempfänger Dieter Eich im Pankower Ortsteil Buch (Berlin). Hierzu gab es vom 25. bis zum 29. Mai diverse Aktionen um das Gedenken an Dieter Eich wachzuhalten.
In Buch, Blankenburg und Karow wurden Plakate geklebt und Schablonen mit dem Konterfei von Dieter Eich gesprüht. Außerdem wurden mehrere Hauswände in der Gegend, sowie der S-Bahnhof Blankenburg mit Sprüchen versehen. So z.B. „Dieter Eich – Unvergessen!“, „Dieter Eich: Von Nazis in Buch ermordet!“, „Good night white Pride“ und „Karow bleibt rot!“. Am ehemaligen Wohnhaus Eichs in der Walter- Friedrich- Straße 52 wurde außerdem der Spruch „5.5.2000 – Dieter Eich wurde in diesem Haus von Nazis ermordet.“, angebracht.
Dass die Präsenz antifaschistischer Gegenöffentlichkeit, wie die Gedenkaktionen an Dieter Eich gerade im Norden des Großbezirkes Pankow notwendig sind, zeigt die gegenwärtige Situation in dieser Gegend. Erst Anfang Mai kam es zu einer Plakataktionen der lokalen Kameradschaftsstruktur „Nationalen Bündnis Preußen“ (NBP). Diese richtete sich gegen die Feierlichkeiten anlässlich der Zerschlagung Nazideutschlands am 8.Mai.
Ebenfalls lassen sich in Buch regelmäßig zahlreiche rassistische Aufkleber der NPD finden. Abgesehen von den wenigen Linken, die sich hier um die Beseitigung rechter Propaganda kümmern, ist hier eine Ignoranz und fehlende Zivilcourage der meisten Anwohner_innen Buchs gegenüber dem nicht zu leugnenden Naziproblem festzustellen. Die lokale Naziszene ist zwar sehr schlecht organisiert, dies trifft auch auf das NBP zu, dafür allerdings äußerst gewalttätig. Ein Klima, in dem ein Mord, wie der an Dieter Eich Problemlos möglich wird und immer wieder passieren kann!











